Was Sie auf einer Huskysafari erwartet

Die Grundlagen für Einsteiger: Thermokleidung, den eigenen Schlitten lenken, als Passagier mitfahren, die Hunde kennenlernen, Altersgrenzen und Fototipps.

Vom Anziehen des Thermo-Overalls bis zum Lösen der Bremse, wenn das Gespann nach vorn stürmt, alles, was Sie vor Ihrer ersten Huskysafari wissen müssen.

Alle renommierten Anbieter stellen einen Thermo-Overall, isolierte Winterstiefel, dicke Fäustlinge und Sturmhauben. Mit der richtigen Unterwäsche bleiben Sie selbst bei −30 °C warm.

Tragen Sie Wolle oder synthetische Unterwäsche, niemals Baumwolle, die Feuchtigkeit aufnimmt und schnell auskühlt. Bringen Sie eine eigene warme Mütze mit, eine Sonnenbrille für helle Tage und Sonnencreme ab Februar.

Viele Anbieter empfehlen Hand- und Zehenwärmer für besonders kalte Tage. Wenn Sie eine Brille tragen, bringen Sie Anti-Beschlag-Mittel oder eine Sportbrille mit.

Auf den meisten Safaris können Sie auf den Kufen stehen und Ihr eigenes Gespann aus 4–6 Huskies lenken. Ihr Guide bringt Ihnen vor der Abfahrt Bremsen, Lenken und Kommunikation mit den Hunden bei.

Die Hunde kennen die Strecke gut, Ihre Hauptaufgabe ist es, die Balance zu halten, die Fahrt zu genießen und mit Ihrem Gespann zu arbeiten. Das Bremsen in Gefällen ist die wichtigste zu lernende Fertigkeit.

Die Guides fahren nebenher oder direkt dahinter. Sie sind nie allein auf der Strecke. Falls Sie stürzen (gehört dazu!), bremst der Schlitten von selbst und die Hunde sind darauf trainiert zu warten.

Wenn Sie lieber hinten sitzen und die Landschaft genießen möchten, können Sie als Mitfahrer im Schlitten reisen, während Guide oder Reisepartner lenkt. Das eignet sich hervorragend für sehr kleine Kinder, ältere Gäste oder alle, die die Hände zum Fotografieren frei haben wollen.

Die Mitfahrerschlitten sind geräumig und mit Decken sowie Rentierfellen ausgestattet. Sie bleiben auch auf langen Safaris vollständig warm und bequem.

Jede Safari beginnt mit Zeit im Kennel. Sie treffen Ihr eigenes Gespann, lernen die Namen und Persönlichkeiten kennen. Die Aufregung der Huskies vor der Abfahrt ist wirklich ansteckend.

Das Anspannen der Hunde ist oft Teil des Erlebnisses, die Guides zeigen, wie das Geschirr angelegt und die Zugleinen befestigt werden. Die Hunde sind so begierig loszulaufen, dass ihre Kontrolle während der Vorbereitung die größere Herausforderung ist.

Nach der Safari ist Zeit, die Hunde abzuspannen, ihnen Wasser zu geben und ein paar stille Momente mit ihnen zu verbringen.

Alle Anbieter geben vor der Abfahrt eine sorgfältige Sicherheitseinweisung. Hören Sie genau zu, besonders bei der Bremstechnik. Auf flacher Strecke kann der Schlitten 15–20 km/h erreichen.

Kinder können ab dem Babyalter als Mitfahrer mitreisen, warm in den Schlitten gepackt. Die meisten Anbieter erlauben Kindern, ab 10–12 Jahren auf kürzeren Strecken unter Aufsicht selbst zu lenken.

Es gibt keine Obergrenze beim Alter. 80-Jährige genießen Huskysafaris regelmäßig als Mitfahrer. Körperliche Fitness ist nur für längere Strecken am Steuer nötig.

Die Kälte entlädt Akkus schnell. Tragen Sie Telefon und Kamera in der Jacke, bis Sie sie brauchen. Halten Sie Ersatzakkus warm in der Brusttasche.

Das beste Licht für Huskies ist die goldene Stunde direkt nach Sonnenaufgang oder vor Sonnenuntergang, in Lappland im Winter kann das stundenlang dauern. Im Februar und März sind die fotografischen Bedingungen am besten.

Bitten Sie den Guide, an Landschaftsstellen anzuhalten. Die meisten tun das gern. Bilder vom Schlitten aus in Richtung Gespann sind ein Klassiker und einfach zu machen.

Wird mir kalt? Mit ordentlicher Ausrüstung eines guten Anbieters nicht. Selbst bei −25 °C beenden die meisten Gäste die Tour angenehm warm.

Ist es sicher? Ja. Schwere Verletzungen sind selten. Stürze kommen gelegentlich vor, aber bei niedrigem Tempo in den Schnee. Folgen Sie den Anweisungen des Guides, und alles läuft gut.

Ist es ethisch? Bei ordentlich geführten Betrieben ja. Die Hunde sind dafür gezüchtet und leben fürs Laufen, die Aufregung vor der Safari ist unverkennbar. Wählen Sie Anbieter, die transparent mit dem Tierwohl umgehen.

Finden Sie den passenden Anbieter oder lernen Sie, wie man eine Huskysafari bucht.